Kennst du den Kohl mit den dunkelgrünen, gewellten Blättern? Der Wirsing sieht nicht nur schicker aus als sein glatter Verwandter, er schmeckt auch etwas feiner und nussiger. Lange Zeit als bloße Suppeneinlage abgestempelt, feiert er gerade sein Comeback als gesundes Superfood – zum Beispiel als knusprige Chips!
Warum der Wirsing gerade in der kalten Jahreszeit auf deinem Teller landen sollte und wie du ihn mit deinen Küchengeräten kreativ zubereitest, liest du hier.
Das solltest du wissen über Wirsing
Der Wirsing ist ein Musterbeispiel für Nachhaltigkeit. Er ist regional verfügbar, was kurze Transportwege und Frische garantiert. Seine Saison ist – typisch für Kohl – in den kühlen Monaten: Von September bis März bekommst du ihn frisch vom Feld.
Nährstoffe & Wirkung

Auch der Wirsing ist ein echtes Leichtgewicht für die Figur. Mit nur 27 kcal pro 100 g darfst du ordentlich zuschlagen.
Was ihn besonders macht:
- Antioxidativ: Er enthält wertvolle Stoffe, die antioxidativ wirken und deine Zellen schützen.
- Blutdrucksenkend: Seine Inhaltsstoffe können helfen, den Blutdruck zu regulieren (blutdrucksenkend).
- Basisch: Perfekt für eine ausgewogene Ernährung, da er basisch verstoffwechselt wird.
- Ballaststoffreich: Mit satten 3,0 g Ballaststoffen pro 100 g hält er lange satt und pflegt den Darm.
- Protein-Kick: Für ein Gemüse liefert er mit 2,4 g Eiweiß eine ordentliche Portion pflanzliches Protein.
Die zwei kleinen Haken
Wie bei fast allen Kohlsorten gibt es auch hier zwei Punkte zu beachten:
- Geruchsintensiv: Beim Kochen kann Wirsing etwas streng riechen (geruchsintensiv). Ein Schuss Essig oder Zitronensaft im Kochwasser hilft dagegen sofort.
- Bläht leicht: Wirsing bläht leicht. Die Lösung: Würze deine Gerichte mit Kümmel, Anis oder Ingwer, um ihn bekömmlicher zu machen.
Zubereitung mit deinen Küchengeräten
Die krausen Blätter des Wirsings sind wie gemacht für kreative Küchengeräte-Hacks:
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Heißluftfritteuse: Das absolute Highlight! Zupfe die Wirsingblätter in mundgerechte Stücke, massiere sie mit etwas Öl und Salz und ab in den Airfryer. Durch die krause Struktur werden sie noch knuspriger als normale Chips. Der perfekte gesunde Knabberspaß.
- Slow Juicer / Entsafter: Auf deiner Karte steht es schwarz auf weiß: Wirsing ist gut entsaftbar. Sein dunkelgrüner Saft ist vollgepackt mit Chlorophyll. Mische ihn mit Apfel, Zitrone und Ingwer für einen ultimativen Immun-Booster.
- Multizerkleinerer: Wirsing schneiden kann mühsam sein. Schneide den Kopf grob vor und lass den Multizerkleinerer den Rest erledigen. So hast du in Sekunden die perfekte Basis für Rahmwirsing, Füllungen oder Eintöpfe.
- Standmixer: Wirsing im Smoothie? Unbedingt! Die Blätter sind weicher als beim Grünkohl, sollten aber trotzdem kräftig gemixt werden. Kombiniere ihn mit Banane und Birne – so schmeckst du den Kohl kaum, bekommst aber alle Nährstoffe.
- Brotbackautomat: Ein herzhaftes Wirsing-Brot ist im Winter ein Gedicht. Gib fein gehackten (oder kurz gedünsteten) Wirsing zusammen mit Schinkenwürfeln oder Walnüssen in den Teig deines Backautomaten. Das Ergebnis ist saftig und würzig.
Einkauf & Lagerung
Frischer Wirsing raschelt, wenn man ihn schüttelt. Die äußeren Blätter sollten knackig-grün sein und sich nicht welk anfühlen. Lagerung: Er hält sich im Kühlschrank etwa eine Woche. Tipp: Lege ihn nicht direkt neben Äpfel oder Tomaten, sonst welkt er schneller.
Fazit
Der Wirsing ist viel mehr als nur Beilage. Er ist antioxidativ, blutdrucksenkend und liefert wertvolle Proteine. Zwar ist er etwas geruchsintensiv, aber dafür belohnt er dich mit Geschmack und Vielseitigkeit. Probier unbedingt die Wirsing-Chips aus der Heißluftfritteuse – sie werden dich überzeugen! Nutze die Saison bis März.























