Obst und Gemüse gehören zu einer abwechslungsreichen Ernährung einfach dazu. Damit die Lebensmittel möglichst lange frisch bleiben und Du möglichst wenig wegwerfen musst, kommt es nicht nur auf den Einkauf, sondern auch auf die richtige Lagerung an.
Denn nicht jede Obst- und Gemüsesorte fühlt sich im Kühlschrank wohl. Während manche Sorten kühl gelagert werden sollten, reagieren andere empfindlich auf niedrige Temperaturen.
Auch beim Einkauf kannst Du einiges beachten: Saisonale Produkte, kurze Transportwege und der bewusste Umgang mit leicht beschädigten Lebensmitteln können dabei helfen, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren.
In diesem Beitrag zeigen wir Dir, wie Du Obst und Gemüse richtig einkaufst, welche Sorten wie gelagert werden sollten und worauf Du bei der Haltbarkeit achten kannst.
Obst und Gemüse einkaufen – worauf solltest Du achten?
Auch Bio-Produkte können eine gute Wahl sein. Ob Du Dich für Bio oder konventionelle Produkte entscheidest, bleibt natürlich Dir überlassen.
Checkliste für den Einkauf
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möglichst saisonales Obst und Gemüse auswählen
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auf Frische und Qualität achten
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regionale Produkte bevorzugen, wenn sie verfügbar sind
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unnötige Verpackungen vermeiden
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auch optisch nicht perfektes Obst und Gemüse verwenden
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nur so viel einkaufen, wie Du tatsächlich verbrauchst
Obst und Gemüse günstig einkaufen und Lebensmittel retten
Kurz vor Ladenschluss oder bei speziellen Angeboten werden manche Obst- und Gemüsesorten günstiger angeboten. Auch optisch nicht perfektes Gemüse kann dabei interessant sein.
Eine leicht angeschlagene Karotte oder ein Apfel mit einer kleinen Druckstelle muss nicht automatisch im Müll landen.
Gerade wenn Du Obst und Gemüse ohnehin zum Saftpressen verwenden möchtest, spielt die Optik eine deutlich geringere Rolle.
Wichtig: Verdorbene Lebensmittel aussortieren
Bei beschädigtem Obst und Gemüse solltest Du allerdings genau hinschauen.
Eine kleine Druckstelle ist etwas anderes als Schimmel oder Fäulnis. Sichtbar verdorbene Lebensmittel solltest Du nicht mehr verwenden.
Bei festen Lebensmitteln mit einer kleinen beschädigten Stelle kann je nach Lebensmittel ein großzügiges Entfernen der betroffenen Stelle möglich sein. Bei Schimmel ist dagegen Vorsicht geboten, da sich Schimmel nicht immer nur an der sichtbar betroffenen Stelle befindet.
Grundregel: Lieber einmal zu viel aussortieren als verdorbene Lebensmittel zu verarbeiten.
Obst und Gemüse richtig lagern
Dabei gibt es keine einzige Lagermethode, die für alle Sorten funktioniert. Einige Lebensmittel mögen es kühl, andere reagieren empfindlich auf niedrige Temperaturen.
Deshalb lohnt es sich, die einzelnen Lebensmittelgruppen getrennt zu betrachten.
Salat und grünes Gemüse
Salate und viele Blattgemüse-Sorten fühlen sich im Kühlschrank meist wohl. Besonders praktisch ist dafür das Gemüsefach oder – falls vorhanden – ein Fach mit höherer Luftfeuchtigkeit.
Achte darauf, Salat und empfindliches Gemüse nicht unnötig zu zerdrücken. Druckstellen können dazu führen, dass die Blätter schneller welken oder beschädigt werden.
Am besten lagerst Du empfindliche Blätter locker und geschützt und verbrauchst sie möglichst zeitnah.
Karotten, Radieschen, Kohl und Kohlrabi
Karotten, Radieschen, Kohl, Pastinaken und Kohlrabi können grundsätzlich im Kühlschrank beziehungsweise im Gemüsefach gelagert werden.
Bei Gemüse mit Blattgrün empfiehlt es sich, dieses vor der Lagerung zu entfernen. Die Blätter können dem Gemüse Wasser entziehen und dadurch dazu führen, dass beispielsweise Karotten oder Radieschen schneller weich werden.
Das Grün musst Du aber nicht wegwerfen: Junge Karotten-, Radieschen- oder Kohlrabiblätter können je nach Sorte beispielsweise für Pesto, Salate oder grüne Kreationen verwendet werden.
Exotische Früchte
Nicht alle exotischen Früchte mögen den Kühlschrank.
Bananen, Mangos, Papayas und Ananas können bei Raumtemperatur nachreifen. Ganze Früchte solltest Du deshalb nicht automatisch direkt in den Kühlschrank legen.
Bereits angeschnittenes Obst gehört dagegen in den Kühlschrank und sollte möglichst zeitnah verbraucht werden.
Wenn Du größere Mengen Obst nicht rechtzeitig aufbrauchen kannst, kann Einfrieren eine praktische Alternative sein.
Zwiebeln, Kartoffeln und Knollengemüse
Wichtig ist vor allem, Feuchtigkeit zu vermeiden, damit die Lebensmittel nicht schneller verderben.
Gurken, Zucchini, Auberginen und Paprika
Gurken, Zucchini und Auberginen reagieren empfindlicher auf sehr niedrige Temperaturen als viele klassische Kühlschrankgemüse.
Paprika kann grundsätzlich im Kühlschrank gelagert werden, sollte dort aber möglichst nicht unnötig lange bleiben.
Wenn Du merkst, dass ein Lebensmittel im Kühlschrank schnell weich, fleckig oder geschmacklich beeinträchtigt wird, kann ein kühler Platz außerhalb des Kühlschranks die bessere Wahl sein.
Beeren richtig lagern
Beeren sind empfindlich und sollten möglichst zeitnah gegessen oder verarbeitet werden.
Kontrolliere sie nach dem Einkauf auf beschädigte oder schimmelige Früchte und entferne verdorbene Beeren direkt.
Ein wichtiger Tipp: Beeren am besten erst kurz vor dem Verzehr waschen. Zu viel Feuchtigkeit kann die Haltbarkeit verkürzen.
Wenn Du größere Mengen gekauft hast, kannst Du Beeren auch einfrieren und später für Smoothies, Desserts oder Säfte verwenden.
Tomaten, Äpfel und Birnen richtig lagern
Nicht jedes Obst und Gemüse gehört in den Kühlschrank.
Tomaten entwickeln ihr Aroma häufig besser bei Raumtemperatur. Auch Äpfel und Birnen können je nach Reifegrad zunächst außerhalb des Kühlschranks gelagert werden.
Wenn Du Obst länger aufbewahren möchtest, kann der Kühlschrank bei manchen Sorten sinnvoll sein. Entscheidend sind dabei Sorte, Reifegrad und gewünschte Haltbarkeit.
Frische Kräuter richtig lagern
Frische Kräuter verleihen Gerichten und selbst gemachten Säften zusätzlichen Geschmack.
Empfindliche Kräuter kannst Du beispielsweise in einem Glas mit etwas Wasser aufbewahren. Je nach Kräuterart kann auch eine Lagerung im Kühlschrank sinnvoll sein.
Bei Kräutern mit Wurzeln kann es hilfreich sein, die Wurzeln feucht zu halten und die Kräuter vor dem Austrocknen zu schützen.
Achte darauf, dass die Kräuter nicht dauerhaft nass liegen, da überschüssige Feuchtigkeit die Haltbarkeit beeinträchtigen kann.
Ethylen – warum manche Lebensmittel getrennt gelagert werden sollten
Ethylen ist ein natürlich vorkommendes Pflanzenhormon in Form eines Gases. Einige Früchte geben besonders viel Ethylen ab. Das kann den Reifeprozess anderer empfindlicher Lebensmittel in der Umgebung beschleunigen.
Besonders relevant sind beispielsweise Äpfel, Bananen, Birnen, Avocados, Mangos und einige weitere Früchte.
Wenn bestimmte Lebensmittel schneller reifen oder verderben als andere, kann eine getrennte Lagerung sinnvoll sein.
Merke: Reifegrad und Ethylenproduktion können beeinflussen, wie lange Obst und Gemüse nebeneinander gelagert werden können.
Checkliste für die Lagerung
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empfindliches Obst und Gemüse regelmäßig kontrollieren
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verdorbene Lebensmittel aussortieren
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Beeren möglichst zeitnah verbrauchen
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Kartoffeln und Zwiebeln dunkel, trocken und kühl lagern
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empfindliches Blattgemüse im Kühlschrank aufbewahren
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Blattgrün von Karotten und Radieschen vor der Lagerung entfernen
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ethylenempfindliche Lebensmittel bei Bedarf getrennt lagern
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Kräuter vor Austrocknung schützen
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nicht automatisch jedes Obst und Gemüse in den Kühlschrank legen
Verliert Obst und Gemüse durch die Lagerung Vitamine?
Deshalb gibt es keine pauschale Aussage wie „nach einer Woche sind 60 % der Vitamine verloren“.
Grundsätzlich gilt: Je frischer Obst und Gemüse verarbeitet wird, desto besser. Wenn Du Lebensmittel nicht rechtzeitig verbrauchen kannst, kann Einfrieren je nach Produkt eine gute Möglichkeit sein, die Haltbarkeit deutlich zu verlängern.
Auch beim Einfrieren kann es zu Veränderungen kommen – eine pauschale Aussage, dass Nährstoffe dabei vollständig erhalten bleiben, wäre daher nicht korrekt.
Fazit: Richtig lagern, weniger wegwerfen
Obst und Gemüse richtig zu lagern, ist einfacher, wenn Du die unterschiedlichen Bedürfnisse der Lebensmittel kennst.
Während Salat, viele Gemüsesorten und Beeren im Kühlschrank gut aufgehoben sind, reagieren Kartoffeln, Zwiebeln oder bestimmte kälteempfindliche Früchte empfindlicher auf niedrige Temperaturen.
Auch beim Einkauf kannst Du bereits darauf achten, nur die Mengen zu kaufen, die Du tatsächlich verbrauchst. Kleine Druckstellen bedeuten nicht automatisch, dass ein Lebensmittel unbrauchbar ist – verdorbene oder schimmelige Lebensmittel solltest Du dagegen konsequent aussortieren.
Und wenn Obst und Gemüse doch einmal nicht mehr perfekt aussehen: Für Säfte, Smoothies, Suppen, Pestos oder andere Rezepte gibt es oft noch viele leckere Verwendungsmöglichkeiten.
So kannst Du bewusster einkaufen, Lebensmittel besser nutzen und unnötige Verschwendung reduzieren.






















