Spitzkohl: Der zarte Sommerkohl für empfindliche Bäuche

Spitzkohl: Der zarte Sommerkohl für empfindliche Bäuche

Wer bei Kohl an schwere Hausmannskost und den typischen "Kohlgeruch" in der Küche denkt, hat die Rechnung ohne den Spitzkohl gemacht. Er ist der elegante, zarte Bruder des derben Weißkohls. Mit seiner charakteristischen Kegelform ist er nicht nur ein Hingucker, sondern auch ein kulinarischer Schmeichler: Er liegt nicht schwer im Magen und ist blitzschnell zubereitet. Warum er der perfekte Einstieg für alle ist, die eigentlich keinen Kohl mögen, erfährst du hier.

Das solltest du wissen über Spitzkohl

Der Spitzkohl ist ein typisches Sommergemüse. Seine Saison startet im Frühsommer und geht von Juni bis Oktober. Da er bei uns heimisch ist, ist er in dieser Zeit regional verfügbar und kommt ohne lange Transportwege frisch auf den Markt.

Im Vergleich zum runden Weißkohl sind seine Blätter viel lockerer geschichtet, zarter und feiner geadert. Das macht ihn edler, aber auch empfindlicher.

Nährstoffe & Wirkung

Spitzkohl ist Wellness für den Magen. Während andere Kohlsorten oft Blähungen verursachen, ist der Spitzkohl besonders leicht verdaulich. Das macht ihn ideal für Rohkost-Einsteiger oder Menschen mit empfindlicher Verdauung.

Gesundheitlich muss er sich nicht verstecken: Er ist Vitamin-C-reich, was dein Immunsystem stärkt. Zudem wirkt er im Stoffwechsel basisch und hilft dir, Säuren im Körper zu neutralisieren. Mit nur 24 Kalorien pro 100g ist er zudem ein echtes Leichtgewicht.

Geschmack & Konsistenz

Er schmeckt feiner, süßlicher und dezenter als Weißkohl. Ein riesiger Vorteil für alle, die offene Küchen haben: Spitzkohl entwickelt beim Kochen wenig Geruch. Die typische "Schwefel-Note" bleibt hier fast aus.

Doch die zarte Struktur hat einen Preis: Der Spitzkohl ist kurz lagerfähig und sollte schnell verzehrt werden. Er ist zudem anfällig für Druckstellen. Behandle ihn beim Einkauf wie ein rohes Ei – einmal gedrückt, werden die Stellen schnell braun.

Zubereitung mit Küchengeräten

Die zarten Blätter sind ein Traum für die schnelle Küche:

  • Slow Juicer / Entsafter: Deine Grafik hebt es hervor: Spitzkohl ist gut entsaftbar! Da er sehr saftig ist und mild schmeckt, ist er die perfekte Basis für grüne Säfte. Er liefert viel Flüssigkeit und harmoniert toll mit Apfel oder Ananas, ohne alles mit Kohlgeschmack zu überdecken.
  • Heißluftfritteuse: Da die Blätter so zart sind, gelingen Kohl-Chips im Airfryer in Rekordzeit. Zupfe die Blätter klein, mariniere sie würzig und backe sie knusprig. Auch geviertelte Spitzkohl-Steaks werden hier wunderbar braun und nussig.
  • Standmixer: Coleslaw in Sekunden! Da er leicht verdaulich ist, eignet er sich perfekt für rohe Salate. Gib grobe Stücke in den Mixer (mit Wasser bedeckt für den "Wet-Chop"-Trick oder pulsierend), um ihn in feine Schnitzel für den Salat zu verwandeln.
  • Brotbackautomat: Ein herzhaftes Brot mit Speck und Spitzkohl? Schneide den Kohl in feine Streifen und gib ihn kurz vor Ende des Knetens dazu. Da er wenig Geruch hat, dominiert er das Brot nicht, sondern macht es einfach nur saftig.
  • Eiswürfelbereiter: Da er kurz lagerfähig ist: Blanchiere übrig gebliebene Blätter kurz, püriere sie und friere sie im Eiswürfelbereiter ein. So hast du portionierte Vitamin-Bomben für winterliche Suppen.

Einkauf & Lagerung

Greif zu Köpfen, die frisch und knackig grün aussehen. Wenn die Spitze labberig wird oder gelb ist, liegt er schon zu lange. Vermeide es, ihn im Einkaufswagen unter schwere Sachen zu legen (anfällig für Druckstellen!). Im Gemüsefach hält er sich ca. 2–3 Tage, am besten locker in ein feuchtes Tuch eingeschlagen.

Verwendung in der Küche

  • Roh: Als knackiger, aber bekömmlicher Krautsalat.
  • Pfanne: In Butter geschwenkt oder als Sahne-Kohl zu Pasta (er braucht nur wenige Minuten Garzeit!).
  • Rouladen: Da die Blätter so locker sitzen, lassen sie sich leichter ablösen als beim Weißkohl – perfekt für zarte Kohlrouladen.

Fun Facts

  1. Form-Sache: Seine kegelförmige Spitze (daher der Name) sorgt dafür, dass Regenwasser auf dem Feld besser abläuft, was ihn weniger anfällig für Fäulnis macht als flache Kohlköpfe.
  2. Filder-Spitzkraut: Eine besonders bekannte Sorte aus Süddeutschland (Fildern bei Stuttgart), die so zart ist, dass sie traditionell zu feinstem Sauerkraut verarbeitet wird.
  3. Garzeit-Wunder: Während Weißkohl oft lange schmoren muss, ist Spitzkohl oft schon nach 5-8 Minuten in der Pfanne gar.

Fazit

Der Spitzkohl ist der Gentleman unter den Kohlsorten. Er ist regional verfügbar, Vitamin-C-reich und – das wichtigste Merkmal – leicht verdaulich. Er punktet damit, dass er gut entsaftbar ist und beim Kochen wenig Geruch verbreitet. Zwar ist er kurz lagerfähig und anfällig für Druckstellen, aber sein feiner Geschmack entschädigt für die nötige Sorgfalt. Nutze die Zeit von Juni bis Oktober für leichten Genuss!



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