Er ist der unangefochtene Star der "Clean Eating"-Bewegung. Jeden Morgen schwören Tausende auf ein Glas frisch gepressten Selleriesaft. Zurecht? Absolut! Denn Staudensellerie ist nicht nur knackig, sondern liefert deinem Körper Flüssigkeit und Mineralien wie kaum ein anderes Gemüse. Er ist quasi das Sportgetränk der Natur. Warum du die grünen Stangen gerade im Sommer und Herbst auf den Speiseplan setzen solltest, erfährst du hier.
Das solltest du wissen über Staudensellerie
Staudensellerie (auch Stangensellerie genannt) hat seine Haupt-Saison von Juli bis November. In diesen Monaten bekommst du ihn frisch vom Feld, was besonders wichtig ist, um die volle Nährstoffpower zu erhalten.
Anders als sein knolliger Verwandter wächst er über der Erde und bildet lange, saftige Stiele, die ihre kräftige grüne Farbe der Sonne verdanken.
Nährstoffe & Wirkung

Dieses Gemüse ist ein echter Vitalstoff-Booster. Staudensellerie ist reich an Elektrolyten, was ihn zum perfekten Snack nach dem Sport oder an heißen Tagen macht, um den Flüssigkeitshaushalt auszugleichen. Zudem ist er chlorophyllreich – das Blattgrün unterstützt die Blutbildung und Sauerstoffversorgung der Zellen.
Für die Gesundheit tut er noch mehr: Er wirkt blutdrucksenkend und hilft, den Körper zu entsäuern, da er basisch verstoffwechselt wird. Natürlich ist er auch ballaststoffreich, was für eine langanhaltende Sättigung und eine gesunde Verdauung sorgt.
Ein wichtiger Hinweis aus deiner Grafik: Bei Staudensellerie ist eine Nitratbelastung möglich, besonders wenn er wenig Sonnenlicht hatte oder stark gedüngt wurde. Kaufe daher am besten Bio-Ware oder achte auf die Saison (Juli–November), da Freilandgemüse meist weniger belastet ist.
Geschmack & Konsistenz
Der Staudensellerie hat einen sehr intensiven Geschmack – würzig, leicht salzig und herb. Für viele ist das gewöhnungsbedürftig, aber genau dieser Geschmack zeugt von den enthaltenen ätherischen Ölen. Die Konsistenz ist extrem knackig und faserig.
Zubereitung mit Küchengeräten
Um die Nährstoffe optimal zu nutzen, sind deine Küchengeräte unverzichtbar:
- Slow Juicer / Entsafter: Deine Grafik bestätigt es: Staudensellerie ist gut für Säfte. Der "Celery Juice" am Morgen versorgt dich direkt mit den wertvollen Elektrolyten und wirkt blutdrucksenkend. Tipp: Ein Spritzer Zitrone hilft nicht nur geschmacklich, sondern das Vitamin C hemmt auch die Bildung von Nitrosaminen aus eventuell enthaltenem Nitrat.
- Standmixer: Da er chlorophyllreich ist, ist er eine Top-Zutat für grüne Smoothies. Damit der Drink nicht faserig wird, schneide die Stangen in kleine Stücke, bevor sie in den Mixer kommen. Kombiniere ihn mit süßem Obst wie Ananas, um den intensiven Geschmack auszubalancieren.
- Heißluftfritteuse: Sellerie-Sticks aus dem Airfryer sind eine spannende Abwechslung. Die Stangen in Stifte schneiden, würzen und knusprig backen. Sie verlieren etwas Wasser, behalten aber ihre Ballaststoffe.
- Brotbackautomat: Für ein saftiges, herzhaftes Brot kannst du fein gewürfelten Staudensellerie mit in den Teig geben. Er gibt Feuchtigkeit ab und sorgt für einen würzigen Biss.
- Eiswürfelbereiter: Hast du zu viel Saft gepresst? Friere den elektrolytreichen Saft in Eiswürfelformen ein. Diese Würfel sind genial als "Gesundheits-Kick" in einem Glas Wasser oder Tomatensaft ("Virgin Bloody Mary").
Einkauf & Lagerung
Achte auf Stangen, die fest sind und brechen, statt sich zu biegen. Die Blätter sollten frisch-grün und nicht welk sein. Im Kühlschrank hält sich Staudensellerie am besten, wenn du ihn in ein feuchtes Tuch wickelst oder die Enden in Wasser stellst.
Verwendung in der Küche
- Roh: Als klassischer "Dip-Löffel" für Kräuterquark oder Hummus.
- Gekocht: Als Basis für Suppen und Saucen (z.B. italienisches Soffritto).
- Salat: In dünne Scheiben geschnitten im Waldorf-Salat oder gemischten Sommersalat.
Fun Facts
- Negativ-Kalorien-Mythos: Mit nur ca. 16 Kalorien pro 100g liefert er fast so wenig Energie, wie man beim Kauen verbraucht – aber eben nur fast. Er ist trotzdem ein Schlankmacher!
- Natürliches Salz: Aufgrund seines natürlichen Natriumgehalts schmeckt er salzig, weshalb man Gerichte mit Sellerie oft weniger salzen muss.
- Blätter nicht wegwerfen: Die Blätter enthalten oft noch mehr Chlorophyll und Vitalstoffe als die Stangen – nutze sie wie Petersilie zum Würzen!
Fazit
Staudensellerie ist der Fitness-Profi im Gemüsefach. Er ist reich an Elektrolyten, chlorophyllreich und wirkt blutdrucksenkend. Zwar hat er einen intensiven Geschmack und eine Nitratbelastung ist möglich, aber wer auf Bio-Qualität achtet und ihn als Saft genießt (dafür ist er gut geeignet), tut seinem Körper etwas Gutes. Nutze die Saison von Juli bis November für deinen natürlichen Energie-Kick!

























