Er sieht aus wie eine kleine Palme im Gemüsebeet und ist unter Feinschmeckern längst kein Geheimtipp mehr: der Palmkohl (auch Schwarzkohl oder Cavolo Nero genannt). Während er in seiner Heimat Italien fester Bestandteil der Küche ist, erobert er nun auch unsere Herzen. Er ist zarter als unser Grünkohl und optisch ein echtes Highlight. Warum du nach den dunklen Blättern Ausschau halten solltest, verraten wir dir hier.
Das solltest du wissen über Palmkohl
Palmkohl ist ein typisches Wintergemüse mit Stil. Seine Saison liegt in den kalten Monaten von Oktober bis Februar. Er ist also saisonal verfügbar, wenn auch mit einer kleinen Einschränkung: Er ist leider nicht überall erhältlich. Meist findest du ihn auf gut sortierten Wochenmärkten oder im Bioladen.
Sein Name kommt von der Wuchsform: Die Blätter wachsen an einem Stamm nach oben und hängen leicht über – wie bei einer Palme.
Nährstoffe & Wirkung

Dieser Kohl ist ein Schlankmacher-Champion. Mit extrem wenig Kalorien (nur 19 kcal auf 100g!) darfst du hier ordentlich zuschlagen. Gleichzeitig ist er ballaststoffreich, was für eine langanhaltende Sättigung sorgt.
Gesundheitlich punktet er voll: Palmkohl wirkt antioxidativ und schützt deine Zellen. Zudem wird er im Körper basisch verstoffwechselt, was ideal ist, um den Säure-Basen-Haushalt im Winter auszugleichen.
Geschmack & Konsistenz
Palmkohl schmeckt milder und feiner als der krause Grünkohl. Er hat eine leicht nussige Note und ist weniger herb. Die Blätter sind blasig geworfen und dunkelgrün bis schwarz-grün.
Ein wichtiger Hinweis aus deiner Übersicht: Palmkohl ist in der Regel nicht roh genießbar. Die festen Fasern sind für den Magen schwer zu verarbeiten. Er sollte zumindest kurz blanchiert oder gegart werden, um bekömmlich zu sein.
Zubereitung mit Küchengeräten
Palmkohl ist vielseitig und perfekt für moderne Küchenhelfer:
- Slow Juicer / Entsafter: Ein Highlight deiner Grafik: Palmkohl ist gut für Säfte! Im Slow Juicer ergibt er einen tiefgrünen, nährstoffreichen Saft. Mische ihn mit Apfel und Zitrone, um den krautigen Geschmack auszugleichen.
- Heißluftfritteuse: Die berühmten "Kale Chips" gelingen mit Palmkohl fast noch besser als mit Grünkohl, da die Blätter flacher sind. Einfach den Strunk entfernen, Blätter in Stücke zupfen, mit Öl und Salz massieren und in der Heißluftfritteuse knusprig backen.
- Standmixer: Für grüne Smoothies solltest du den Kohl vorher kurz blanchieren, da er nicht roh genießbar ist. Danach macht er deinen Smoothie im Standmixer zur ultimativen Nährstoffbombe.
- Brotbackautomat: Ein rustikales Winterbrot mit gedünstetem, gehacktem Palmkohl und Speckwürfeln ist ein Gedicht. Der Automat knetet die Zutaten gleichmäßig unter.
- Eiswürfelbereiter: Blanchiere die Blätter, püriere sie und friere das Mus im Eiswürfelbereiter ein. So hast du immer eine Portion "Toskana-Feeling" für Saucen oder Suppen parat, auch wenn die Saison vorbei ist.
Einkauf & Lagerung
Achte auf knackige, dunkelgrüne Blätter. Wenn sie schlapp wirken oder gelbe Ränder haben, ist der Kohl nicht mehr frisch.
Da er saisonal verfügbar ist, solltest du zugreifen, wenn du ihn siehst. Im Kühlschrank hält er sich im Gemüsefach einige Tage, wird aber schneller welk als Grünkohl.
Verwendung in der Küche
- Der Klassiker: In der italienischen "Ribollita" (einem deftigen Bohneneintopf) darf er nicht fehlen.
- Pasta: Kurz in der Pfanne mit Knoblauch und Chili gedünstet zu Orecchiette.
- Beilage: Blanchiert und dann in Butter geschwenkt als edle Beilage zu Fisch oder Fleisch.
Fun Facts
- Dino-Kohl: In den USA wird Palmkohl wegen seiner strukturierte Haut oft "Dinosaur Kale" genannt – ein Hit bei Kindern!
- Alter Adel: Er gilt als der Urvater vieler heutiger Kohlsorten und wurde schon im antiken Rom angebaut.
- Zierpflanze: Wegen seiner Schönheit pflanzen ihn viele Gärtner in Blumenbeete zwischen die Rosen – und essen ihn dann später auf.
Fazit
Palmkohl ist der elegante Italiener unter den Kohlsorten: basisch, antioxidativ und hat wenig Kalorien. Zwar ist er nicht überall erhältlich und nicht roh genießbar, aber der Aufwand lohnt sich. Ob als gesunder Saft aus dem Slow Juicer – wofür er gut geeignet ist – oder als knuspriger Chip aus der Heißluftfritteuse: Er bringt Abwechslung in deinen Winter.

























