Pflaume: Das violette Kraftpaket für Immunsystem und Genuss

Pflaume: Das violette Kraftpaket für Immunsystem und Genuss

Wenn im Spätsommer die Kuchenbleche duften und die Bäume schwer hängen, ist Pflaumenzeit. Die saftigen, violetten Früchte sind nicht nur pur ein Genuss, sondern auch die Stars in vielen traditionellen Rezepten – vom berühmten Pflaumenkuchen bis zum Mus. Doch wusstest du, dass die Pflaume auch ein basischer Helfer ist, der deinen Körper entlastet? Warum du die kurze Saison unbedingt nutzen solltest, verraten wir dir hier.

Das solltest du wissen über die Pflaume

Die Pflaume ist ein heimisches Superfood. Ihre Saison liegt im Spätsommer, von Juli bis September. In diesen Monaten ist sie saisonal regional in Hülle und Fülle verfügbar. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für den Geschmack, da die Früchte reif geerntet werden können.

Oft werden Pflaumen und Zwetschgen in einen Topf geworfen. Ein kleiner Unterschied: Pflaumen sind meist runder und haben eine ausgeprägte Bauchnaht, während Zwetschgen länglicher sind und sich leichter vom Stein lösen. Gesund und lecker sind beide!

Nährstoffe & Wirkung

Pflaumen sind echte Beschützer deiner Zellen. Sie sind reich an Antioxidantien (die blauen Farbstoffe, Anthocyane), die freie Radikale abfangen und so vor Zellalterung schützen. Zudem sind sie Vitamin C haltig, was gerade im Hinblick auf den nahenden Herbst dein Immunsystem stärkt.

Für eine bewusste Ernährung sind sie ideal: Sie wirken im Körper basenbildend und gleichen säurebildende Lebensmittel (wie Fleisch oder Zucker) aus. Ein wichtiger Hinweis: Pflaumen sind fruchtsäurehaltig. Das sorgt für das tolle Aroma, kann aber bei sehr empfindlichen Mägen oder Zähnen in großen Mengen reizend wirken.

Geschmack & Konsistenz

Der Geschmack ist eine perfekte Balance: mild süß-sauer. Das Fruchtfleisch ist saftig, weich und zergeht auf der Zunge, während die Schale oft eine leichte, angenehme Herbheit mitbringt.

Leider sind reife Pflaumen schnell verderblich. Sobald sie weich sind, halten sie sich nur kurz und sollten zügig verarbeitet werden.

Zubereitung mit Küchengeräten

Pflaumen sind extrem vielseitig und lassen sich toll mit deinen Geräten verarbeiten:

  • Slow Juicer / Entsafter: Ein Highlight deiner Grafik: Pflaumen sind gut für Säfte geeignet! Entsafte sie (entsteint!) zusammen mit Äpfeln und einer Prise Zimt. Der Saft ist dickflüssig, sättigend und wirkt verdauungsfördernd.
  • Brotbackautomat: Der Klassiker ist natürlich das Pflaumenmus ("Latwerge"). Viele Brotbackautomaten haben eine Marmeladen-Funktion, die dir das stundenlange Rühren abnimmt. Gib die Früchte mit Gewürzen hinein und freue dich auf einen aromatischen Aufstrich.
  • Heißluftfritteuse: Ein schneller Pflaumen-Crumble für den spontanen Besuch? Gib Pflaumenstücke in eine kleine Form, streue Streusel darüber und backe es in der Heißluftfritteuse. In 15 Minuten hast du ein warmes, duftendes Dessert.
  • Standmixer: Für einen lila Power-Smoothie gibst du Pflaumen mit Banane und Joghurt in den Standmixer. Da sie fruchtsäurehaltig sind, bringen sie eine tolle Frische in milchige Shakes.
  • Eiswürfelbereiter: Püriere reife Pflaumen und friere das Mus im Eiswürfelbereiter ein. Diese Würfel sind genial, um im Winter Saucen für Wildgerichte zu verfeinern oder um sie in heißen Porridge zu rühren.

Einkauf & Lagerung

Achte auf den „Duftfilm“: Die weißliche Wachsschicht auf der Schale schützt die Pflaume vor dem Austrocknen. Kaufe am besten Früchte, bei denen diese Schicht noch intakt ist, und wasche sie erst kurz vor dem Essen ab.

Da sie schnell verderblich sind, gehören reife Pflaumen ins Gemüsefach des Kühlschranks. Dort halten sie 2–3 Tage. Harte Früchte können bei Zimmertemperatur nachreifen.

Verwendung in der Küche

  • Süß: Pflaumenkuchen vom Blech (Datschi) mit Sahne ist Kult.
  • Herzhaft: Pflaumen im Speckmantel oder geschmort zu Braten geben eine herrliche süß-säuerliche Note.
  • Konserviert: Eingekocht als Kompott erinnern sie auch im Winter an den Sommer.

Fun Facts

  1. Verdauungshelfer: Getrocknete Pflaumen sind ein bekanntes Hausmittel bei träger Verdauung, da sie Wasser im Darm binden und die Darmbewegung anregen.
  2. Stein-Orakel: „Er liebt mich, er liebt mich nicht…“ – früher nutzten Kinder Pflaumenkerne zum Zählen und Wahrsagen, ähnlich wie Gänseblümchenblüten.
  3. Namensvetter: Der Ausdruck "Pflaume" für einen tollpatschigen Menschen kommt vermutlich daher, dass die Frucht als wertlos galt, wenn sie matschig (weich) war.

Fazit

Die Pflaume ist der perfekte Begleiter durch den Spätsommer. Sie ist saisonal regional, basenbildend und reich an Antioxidantien. Zwar ist sie schnell verderblich und fruchtsäurehaltig, aber ihr mild süß-saurer Geschmack entschädigt für alles. Nutze sie, solange es sie gibt – am besten frisch als Saft, denn dafür ist sie gut geeignet!



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