Er leuchtet rot wie eine Tomate, hat aber den Biss und die Schärfe seines großen weißen Bruders. Der Rote Rettich ist oft etwas größer und robuster als das klassische Radieschen und bringt ordentlich Würze in deine Frühlings- und Sommerküche. Warum diese bunte Wurzel nicht nur optisch ein Highlight ist, sondern auch deiner Verdauung auf die Sprünge hilft, erfährst du hier.
Das solltest du wissen über Roten Rettich
Der Rote Rettich ist ein echter Saison-Star. Seine Hauptzeit liegt zwischen Mai und September. Er ist also klassisch saisonal im Frühling und Sommer zu genießen.
Da er bei uns heimisch ist, ist er regional verfügbar. Das bedeutet kurze Transportwege und maximale Frische. Oft wird er im Bund verkauft und eignet sich hervorragend für die kalte Küche, kann aber auch warm überraschen.
Nährstoffe & Wirkung

Dieser Rettich ist ein leichter Genuss ohne Reue. Er ist extrem wasserreich, was ihn zu einem erfrischenden Snack an warmen Tagen macht. Gleichzeitig wirkt er im Körper basisch und hilft dir dabei, säurehaltige Lebensmittel auszugleichen.
Ein besonderer Pluspunkt für dein Wohlbefinden: Der Rote Rettich wirkt verdauungsfördernd. Die enthaltenen Senföle regen die Produktion von Verdauungssäften an und machen deftige Mahlzeiten bekömmlicher.
Geschmack & Konsistenz
Der Rote Rettich versteckt seinen Charakter nicht: Er ist scharf aromatisch. Sein scharfer Geschmack ist oft intensiver als bei milden Züchtungen, was ihn zur perfekten würzigen Komponente macht. Die Konsistenz ist fest, knackig und saftig.
Ein wichtiger Hinweis aus deiner Übersicht: Aufgrund der dominanten Schärfe ist er nicht smoothiegeeignet. In einem süßen Fruchtshake würde das scharfe Aroma absolut nicht harmonieren.
Zubereitung mit Küchengeräten
Auch wenn der Smoothie wegfällt, kannst du den Roten Rettich kreativ verarbeiten:
- Heißluftfritteuse: Wenn dir die rohe Schärfe zu viel ist, probiere "Roasted Radish". Halbiere die Knollen, würze sie und gib sie in die Heißluftfritteuse. Die Hitze mildert den scharfen Geschmack ab, und sie werden überraschend mild und saftig.
- Standmixer: Da die Knolle nicht smoothiegeeignet ist, nutze den Mixer für das Grün! Die Blätter des Roten Rettichs sind essbar und lassen sich im Standmixer mit Nüssen und Öl zu einem würzigen Pesto verarbeiten.
- Brotbackautomat: Ein rustikales Wurzelbrot bekommt durch fein geraspelten Roten Rettich eine tolle, herzhafte Note. Da er wasserreich ist, macht er den Teig besonders saftig.
- Eiswürfelbereiter: Hast du Pesto aus dem Grün gemacht oder Rettich püriert (für Dips)? Friere es portionsweise im Eiswürfelbereiter ein. So hast du immer eine Portion Würze für Saucen oder Dressings parat.
- Slow Juicer / Entsafter: In kleinen Mengen und gemischt mit Apfel oder Karotte kann der Saft als "Immundrink" dienen, da die Senföle antibakteriell wirken. Aber Vorsicht: Pur ist er sehr heftig!
Einkauf & Lagerung
Achte auf pralle, glatte Knollen ohne Risse. Das Grün sollte frisch und nicht welk aussehen – es ist der beste Frische-Indikator.
Wie bei allen Rettich-Arten gilt: Das Grün entzieht der Knolle Feuchtigkeit. Schneide es zu Hause sofort ab und lagere die Knollen in ein feuchtes Tuch gewickelt im Kühlschrank. So bleiben sie mehrere Tage knackig.
Verwendung in der Küche
- Brotzeit: In dünne Scheiben geschnitten auf einem Butterbrot oder im Wurstsalat.
- Salat: Als knackige Zutat im grünen Salat oder als reiner Rettichsalat mit einer Essig-Öl-Vinaigrette.
- Deko: Seine leuchtend rote Schale macht ihn zum optischen Highlight auf kalten Platten.
Fun Facts
- Farbenfroh: Rettich gibt es nicht nur in Weiß und Rot, sondern auch in Schwarz (Winterrettich) und sogar Violett oder Grün.
- Verwandtschaft: Botanisch gesehen sind der kleine Rote Rettich und das Radieschen fast identisch – der Rettich wird nur meist etwas größer und hat eine längere Reifezeit.
- Schärfe-Trick: Salz entzieht dem Rettich Wasser und mildert die Schärfe etwas ab ("Rettich weinen lassen").
Fazit
Der Rote Rettich ist der würzige Star der Saison von Mai bis September. Er ist regional verfügbar, verdauungsfördernd und wirkt basisch. Zwar ist er durch seinen scharfen Geschmack nicht smoothiegeeignet, aber als wasserreicher Snack oder mild gegart aus der Heißluftfritteuse ist er eine gesunde Bereicherung für deinen Speiseplan.

























