Sie leuchten wie kleine Sonnen am Baum und sind für viele das Highlight der Obsternte: Mirabellen. Oft werden sie mit gelben Pflaumen oder Renekloden verwechselt, doch die Mirabelle ist eine ganz eigene, besonders feine Unterart. Sie sind klein, rund und platzen fast vor Süße. Warum du im August unbedingt zugreifen solltest und wie du die empfindlichen Früchte am besten verarbeitest, erfährst du hier.
Das solltest du wissen über die Mirabelle
Die Mirabelle ist ein extrem saisonales Vergnügen. Ihre Hochsaison beschränkt sich im Wesentlichen auf den Monat August. In diesem kurzen Zeitfenster bekommst du sie frisch und regional – oft sogar direkt vom Baum im Garten oder vom Bauern nebenan.
Da sie so klein sind, isst man sie meist direkt von der Hand. Aber Vorsicht: Im Inneren versteckt sich ein Kern, und wie deine Grafik warnt: Der Stein muss entfernt werden, bevor du sie weiterverarbeitest, um deine Küchengeräte und Zähne zu schonen.
Nährstoffe & Wirkung

Trotz ihrer geringen Größe stecken Mirabellen voller Power. Sie sind antioxidantienreich, was bedeutet, dass sie deine Körperzellen vor oxidativem Stress schützen können.
Wer Probleme mit einem trägen Darm hat, darf sich freuen: Die Mirabelle fördert Verdauung auf natürliche Weise. Mit nur 49 Kalorien pro 100 Gramm sind sie zudem ein leichter Snack, der den Süßhunger stillt, ohne schwer ins Gewicht zu fallen.
Geschmack & Konsistenz
Mirabellen sind für ihren Geschmack berühmt: Sie sind extrem süß und aromatisch. Das Fruchtfleisch ist weich, saftig und löst sich bei vollreifen Früchten gut vom Stein. Die Haut ist dünn und knackt angenehm beim Reinbeißen.
Aber Achtung: Sie sind kurz haltbar. Einmal gepflückt, verlieren sie schnell an Spannkraft und Aroma, weshalb du sie zügig genießen solltest.
Zubereitung mit Küchengeräten
Die Verarbeitung der kleinen Früchte kann mühsam sein (das Entsteinen!), aber deine Küchenhelfer machen es wett:
- Standmixer: Laut deiner Übersicht sind Mirabellen gut für Smoothies geeignet! Da sie sehr süß sind, brauchst du keinen zusätzlichen Zucker oder Banane. Püriere die (entsteinten!) Früchte mit etwas Joghurt oder Hafermilch zu einem cremigen Sommer-Drink.
- Brotbackautomat: Da die Saison so kurz ist, ist Marmelade die beste Lösung. Viele Brotbackautomaten haben ein Marmeladen-Programm ("Jam"). Gib die entsteinten Früchte mit Gelierzucker hinein und lass das Gerät rühren und kochen – kein Anbrennen, kein Spritzen.
- Slow Juicer / Entsafter: Ein reiner Mirabellensaft ist pures Gold, aber sehr süß. Mische die Mirabellen im Slow Juicer am besten mit säuerlichen Äpfeln oder etwas Zitrone. Wichtig: Kontrolliere penibel, dass kein Stein mehr dabei ist, sonst beschädigst du das Presswerk!
- Heißluftfritteuse: Ein schneller Mirabellen-Crumble für zwei Personen? Gib die halbierten Früchte in eine kleine ofenfeste Form, streue Streusel darüber und backe das Ganze in der Heißluftfritteuse. In 10-15 Minuten hast du ein warmes Dessert.
- Eiswürfelbereiter: Püriere die rohen Mirabellen zu einem feinen Mus und friere es im Eiswürfelbereiter ein. Diese "Frucht-Bomben" sind im Winter genial, um dein Porridge oder deinen Joghurt mit einem Hauch Sommer zu verfeinern.
Einkauf & Lagerung
Achte beim Kauf auf pralle Früchte ohne Druckstellen. Die Haut sollte eine sonnengelbe bis leicht rötliche Färbung haben („Sonnenbäckchen“).
Da sie kurz haltbar sind, gehören sie ungewaschen ins Gemüsefach des Kühlschranks und sollten innerhalb von 2–3 Tagen verbraucht werden. Alternativ kannst du sie wunderbar einfrieren (am besten schon entsteint).
Verwendung in der Küche
- Der Klassiker: Mirabellenkuchen vom Blech mit Hefeteig und Streuseln – ein Muss im August.
- Kompott: Einfach kurz mit Zimt und Wasser aufkochen, passt perfekt zu Milchreis oder Pfannkuchen.
- Herzhaft: Als Chutney mit Zwiebeln und Essig eingekocht passen sie hervorragend zu Käseplatten oder Wildgerichten.
Fun Facts
- Lothringen: Die Region Lothringen in Frankreich ist weltberühmt für ihre Mirabellen. Dort werden ca. 70% der weltweiten Produktion geerntet.
- Namensherkunft: Der Name kommt vermutlich vom italienischen „mirabella“, was so viel wie „wunderschön“ bedeutet.
- Schnaps-Idee: Da Mirabellen so viel Fruchtzucker enthalten, eignen sie sich hervorragend zum Brennen von Obstler (Mirabellenwasser).
Fazit
Die Mirabelle ist die süßeste Versuchung des Spätsommers. Sie ist regional und saisonal ein absoluter Genuss, auch wenn sie nur kurz haltbar ist. Sie ist gut für Smoothies im Standmixer und fördert die Verdauung. Denk nur immer daran: Der Stein muss entfernt werden, bevor du sie in deinen Geräten verarbeitest!
























