Sie sieht der Pastinake zum Verwechseln ähnlich, doch wer hineinbeißt, merkt den Unterschied sofort. Die Petersilienwurzel ist die aromatischer, würzigere Schwester. Früher als "Arme-Leute-Essen" abgetan, ist sie heute der Geheimtipp in der Gourmetküche, um Suppen und Pürees eine unvergleichliche Tiefe zu geben. Warum diese schlanke Wurzel gerade im Winter echtes Soulfood ist, erfährst du hier.
Das solltest du wissen über Petersilienwurzel
Die Petersilienwurzel ist ein klassisches Wintergemüse, das regional verfügbar ist. Ihre Saison erstreckt sich von Oktober bis März.
Oft steht man im Supermarkt und fragt sich: "Ist das eine Pastinake oder eine Petersilienwurzel?" Die Petersilienwurzel ist meist schlanker und der Blattansatz wölbt sich nach oben (bei der Pastinake ist er eingesunken). Zudem duftet sie schon im rohen Zustand intensiv nach Petersilie.
Nährstoffe & Wirkung

Dieses Wurzelgemüse ist Medizin, die schmeckt. Wie deine Grafik hervorhebt, stärkt sie die Nierenfunktion und wirkt entwässernd – ideal, um den Körper natürlich zu durchspülen.
Gerade an kalten Tagen ist sie wohltuend, da sie energetisch als wärmend gilt. Zudem ist sie ballaststoffreich und fördert die Verdauung, was sie zu einer gesunden Beilage macht, die lange satt hält.
Geschmack & Konsistenz
Der Name ist Programm: Die Wurzel schmeckt würzig-intensiv nach Petersilie, aber mit einer angenehmen, erdigen Süße.
Ein wichtiger Hinweis aus deiner Übersicht: Die Petersilienwurzel ist nicht roh genießbar. Während manche sie in kleinen Mengen raspeln, ist sie ungegart sehr hart und faserig. Ihr volles, milderes Aroma und die butterweiche Konsistenz entwickelt sie erst beim Kochen oder Dünsten.
Zubereitung mit Küchengeräten
Die feste Wurzel lässt sich hervorragend mit deinen Küchengeräten verarbeiten:
- Standmixer: Da die Wurzel wärmend wirkt, ist eine heiße Cremesuppe aus dem Standmixer im Winter genau das Richtige. Koche die Wurzeln weich und püriere sie mit Kartoffeln und Sahne zu einer feinen Suppe. Der würzig-intensive Geschmack macht viele Gewürze überflüssig.
- Heißluftfritteuse: Petersilienwurzel-Pommes sind eine aromatische Alternative zu Kartoffeln. Schneide die Wurzeln in Stifte, vermenge sie mit etwas Öl und backe sie in der Heißluftfritteuse. Sie werden außen knusprig und innen weich.
- Slow Juicer / Entsafter: Nutze die entwässernde Wirkung für einen Detox-Saft. Da der Geschmack sehr stark ist, solltest du die Wurzel im Slow Juicer mit milden Zutaten wie Apfel, Birne oder Gurke mischen.
- Brotbackautomat: Ein herzhaftes Wurzelbrot gelingt im Brotbackautomaten, wenn du fein geraspelte (kurz angedünstete) Petersilienwurzel in den Teig gibst. Das sorgt für Saftigkeit und ein tolles Aroma.
- Eiswürfelbereiter: Da man oft nicht den ganzen Bund Suppengrün aufbraucht: Koche einen konzentrierten Fond aus Petersilienwurzeln und friere ihn im Eiswürfelbereiter ein. Diese Würfel sind die perfekte, natürliche "Brühwürfel"-Alternative für Saucen.
Einkauf & Lagerung
Achte auf feste, knackige Wurzeln ohne braune Flecken. Wenn das Grün noch dran ist, sollte es frisch und saftig aussehen (du kannst es wie Blattpetersilie verwenden!).
Entferne das Grün vor der Lagerung, da es der Wurzel Feuchtigkeit entzieht. Im Gemüsefach des Kühlschranks hält sich die Petersilienwurzel, eingewickelt in ein feuchtes Tuch oder in einer Papiertüte, bis zu zwei Wochen.
Verwendung in der Küche
- Suppengrün: Der Klassiker – zusammen mit Karotte, Sellerie und Lauch die Basis für jede gute Brühe.
- Püree: Gekocht und zerstampft (evtl. mit Kartoffeln gemischt) als edle Beilage zu Wild oder Rind.
- Ofengemüse: In Scheiben geschnitten und im Ofen geröstet, karamellisiert sie leicht.
Fun Facts
- Doppel-Nutzen: Bei der Petersilienwurzel kannst du alles essen – die Wurzel als Gemüse und das Kraut als Gewürz.
- Aphrodisiakum: Im Mittelalter galt die Petersilienwurzel als Liebesmittel und war Bestandteil vieler Hexensalben.
- Vitamin-C-Wunder: Sie enthält oft mehr Vitamin C als die gleiche Menge Karotten.
Fazit
Die Petersilienwurzel ist der regional verfügbare Star des Winters. Sie stärkt die Nierenfunktion, wirkt entwässernd und fördert die Verdauung. Zwar ist sie nicht roh genießbar und sehr würzig-intensiv, aber genau das macht sie gegart so wertvoll. Ob als cremige Suppe aus dem Standmixer oder knusprig aus der Heißluftfritteuse – sie bringt Wärme in die kalte Jahreszeit.

























