Rucola: Der pfeffrige Trendsetter für deine grüne Küche

Rucola: Der pfeffrige Trendsetter für deine grüne Küche

Lange Zeit führte er als „Unkraut“ ein Schattendasein, bis die italienische Küche ihn als „Rucola“ (früher bei uns: Rauke) zum Star machte. Heute ist er von Pizzabelägen, Carpaccio und aus bunten Salatschüsseln nicht mehr wegzudenken. Seine gezackten Blätter sehen harmlos aus, haben aber ordentlich Feuer. Warum das würzige Kraut nicht nur lecker ist, sondern auch deinen Körper reinigt, erfährst du hier.

Das solltest du wissen über Rucola

Rucola ist ein Sonnenanbeter. Seine natürliche Saison im Freiland geht von Mai bis Oktober. In dieser Zeit sind die Blätter besonders aromatisch und kalorienarm (nur 25 kcal auf 100g!), was ihn zum perfekten leichten Sommerbegleiter macht.

Unterschieden wird oft zwischen der milderen Salatrauke (breitere Blätter) und der schärferen Wilden Rauke (sehr schmale, stark gezackte Blätter). Beide bringen die typische Würze mit.

Nährstoffe & Wirkung

Rucola ist Detox pur. Er gilt als blutreinigend und unterstützt den Körper beim Entgiften. Zudem wirkt er basisch und hilft, Übersäuerung abzubauen.

Besonders wertvoll ist er für Schwangere und alle, die ihre Blutbildung unterstützen wollen, denn er ist reich an Folsäure. Seine Inhaltsstoffe wirken zudem antioxidativ und schützen deine Zellen.

Ein wichtiger Hinweis aus deiner Übersicht: Rucola ist von Natur aus nitratreich. Nitrat speichert die Pflanze vor allem in den Stielen. Um die Aufnahme zu verringern, solltest du die dicken Stiele entfernen und Rucola nicht täglich in riesigen Mengen essen. Tipp: Vitamin C (z.B. aus Zitronendressing) hemmt die Umwandlung von Nitrat in schädliche Stoffe.

Geschmack & Konsistenz

Der Geschmack ist unverwechselbar: nussig, scharf und würzig – manche beschreiben es als senfartig. Frischer Rucola ist knackig, aber zart.

Die Kehrseite der Zartheit: Er ist schnell welk. Einmal geerntet oder gekauft, verliert er rasch an Spannung und wird schlapp, weshalb er keine langen Lagerzeiten verzeiht.

Zubereitung mit Küchengeräten

Rucola ist vielseitiger als nur Deko – deine Küchengeräte zaubern daraus tolle Gerichte:

  • Standmixer: Ein Highlight deiner Grafik: Rucola ist gut für Smoothies! Die Senföle geben grünen Smoothies eine angenehme Schärfe ("Green Kick"), die toll mit süßem Obst wie Birne oder Mango harmoniert.
  • Zerkleinerer / Mixer: Der Klassiker ist Rucola-Pesto. Püriere den gewaschenen Rucola mit Walnüssen (statt Pinienkernen), Parmesan, Knoblauch und viel Olivenöl. Das schmeckt oft intensiver und spannender als Basilikum-Pesto.
  • Brotbackautomat: Ein italienisches Ciabatta oder Focaccia bekommt durch gehackten Rucola im Teig eine herrliche Würze. Gib die Blätter erst gegen Ende des Knetvorgangs dazu.
  • Slow Juicer / Entsafter: Da er blutreinigend wirkt, ist Rucola eine Top-Zutat für grüne Säfte. Mische eine Handvoll Rucola mit Gurke, Apfel und Limette. Die Zitrone ist wichtig, um das Nitrat zu neutralisieren!
  • Eiswürfelbereiter: Püriere Rucola mit gutem Olivenöl und friere es im Eiswürfelbereiter ein. Diese "Würz-Bomben" kannst du im Winter einfach in heiße Pasta oder Risotto rühren – das Aroma explodiert förmlich durch die Wärme.

Einkauf & Lagerung

Achte auf kleine, dunkelgrüne Blätter. Sind sie gelblich oder matschig, lass die Finger davon. Da er schnell welk wird, schlage ihn zu Hause in feuchtes Küchenpapier ein und lagere ihn im Gemüsefach. Verbrauche ihn am besten innerhalb von 1–2 Tagen.

Verwendung in der Küche

  • Der Klassiker: Pizza! Aber bitte erst nach dem Backen frisch darüberstreuen, damit er knackig bleibt.
  • Salat: Pur mit Parmesan und Balsamico oder gemischt unter Blattsalate für mehr Pfiff.
  • Pasta: Kurz vor dem Servieren unter heiße Nudeln heben, bis er leicht zusammenfällt.

Fun Facts

  1. Aphrodisiakum: Im alten Rom war Rucola dem Liebesgott Priapus geweiht und galt als starkes Potenzmittel. In Klöstern war der Anbau deshalb zeitweise verboten!
  2. Namens-Verwirrung: "Rucola" ist eigentlich nur der italienische Name. Auf Deutsch heißt die Pflanze "Rauke" – klingt nur leider weniger schick, weshalb sich der italienische Name durchgesetzt hat.
  3. Senf-Verwandtschaft: Rucola gehört zu den Kreuzblütlern und ist eng mit Senf und Kresse verwandt – daher die Schärfe.

Fazit

Rucola ist der würzige Star des Sommers: kalorienarm, basisch und reich an Folsäure. Er wirkt blutreinigend und ist überraschend gut für Smoothies. Zwar ist er nitratreich und wird schnell welk, aber mit den richtigen Tricks (Stiele weg, schnell verbrauchen) ist er eine unverzichtbare Bereicherung für deine Küche.

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