Schnittlauch: Der grüne Frische-Kick vom Fensterbrett

Schnittlauch: Der grüne Frische-Kick vom Fensterbrett

Er ist der unangefochtene König der Küchenkräuter: Schnittlauch. Egal ob fein geschnitten auf einem Butterbrot, im Kräuterquark oder über Rührei gestreut – die grünen Halme bringen sofort Frische auf den Teller. Doch Schnittlauch ist mehr als nur Deko. Er ist ein naher Verwandter der Zwiebel und liefert wertvolle Nährstoffe, ohne dabei ins Gewicht zu fallen. Warum du die Halme öfter schneiden (nicht hacken!) solltest, erfährst du hier.

Das solltest du wissen über Schnittlauch

Schnittlauch ist ein sehr dankbares Kraut. Seine Saison im Freiland geht von März bis Oktober. In dieser Zeit ist er regional verfügbar und wächst oft sogar wild auf Wiesen oder im heimischen Garten immer wieder nach.

Er gehört zu den Lauchgewächsen, was man sofort riecht und schmeckt. Ein Tipp vorab: Schnittlauch sollte man nie hacken oder quetschen, sondern immer mit einer scharfen Schere oder einem Messer schneiden, sonst wird er bitter und matschig.

Nährstoffe & Wirkung

Schnittlauch ist der perfekte Figurschmeichler. Er hat sehr geringe Kalorien (nur 30 kcal auf 100g) und passt somit in jeden Ernährungsplan.

Gesundheitlich hat er einiges zu bieten: Er wirkt verdauungsfördernd und hilft, fette Speisen besser zu vertragen. Zudem ist er antioxidantienreich (enthält z.B. Vitamin C und K), was deine Zellen vor Stress schützt. Für den Säure-Basen-Haushalt ist er ebenfalls ein Gewinn, da er im Körper basisch wirkt.

Geschmack & Konsistenz

Schnittlauch schmeckt wie eine milde Zwiebel, frisch und leicht scharf. Die Röhren sind knackig und saftig. Er ist kulinarisch gut kombinierbar – besonders mit Milchprodukten, Eiern oder Kartoffeln.

Ein wichtiger Hinweis aus deiner Übersicht: Aufgrund des intensiven Zwiebelaromas ist meist nur geringe Menge nutzbar. Man verwendet ihn als Gewürz, nicht als Hauptgemüse. Zudem ist er nicht smoothiegeeignet. Die ätherischen Lauchöle würden einen süßen Obst-Smoothie geschmacklich ruinieren und könnten pur getrunken den Magen reizen.

Zubereitung mit Küchengeräten

Auch wenn der Smoothie wegfällt, kannst du Schnittlauch clever verarbeiten:

  • Brotbackautomat: Ein frisches Kräuterbrot ist ein Genuss! Gib fein geschnittene Schnittlauchröllchen (am besten erst beim "Piepen" für Zutaten) in den Teig deines Brotbackautomaten. Das Brot bekommt eine herrlich herzhafte Note, die perfekt zum Grillen passt.
  • Eiswürfelbereiter: Da man oft einen großen Bund kauft, aber nur geringe Mengen nutzbar sind, ist Einfrieren die Lösung. Fülle die Röllchen in den Eiswürfelbereiter, gieße etwas Wasser oder – noch besser – weiche Butter oder Olivenöl darüber. So hast du fertige "Kräuterbutter-Würfel" für Steaks oder Suppen.
  • Standmixer: Da er nicht smoothiegeeignet ist, nutze den Mixer für Dips! Ein "Green Goddess Dressing" aus Joghurt, Avocado, Zitrone und viel Schnittlauch wird im Mixer super cremig und grün.
  • Heißluftfritteuse: Hast du zu viel geerntet? Du kannst Schnittlauch bei niedrigster Temperatur in der Heißluftfritteuse dörren. Er verliert zwar etwas Aroma gegenüber dem Einfrieren, hält sich so aber monatelang im Gewürzglas.

Einkauf & Lagerung

Achte auf pralle, dunkelgrüne Halme. Gelbe Spitzen oder matschige Stängel sind ein Zeichen für altes Kraut. Im Topf gekauft hält er sich auf der Fensterbank gut, wenn er regelmäßig Wasser bekommt (von unten gießen!). Geschnittener Schnittlauch gehört in ein feuchtes Tuch gewickelt ins Gemüsefach oder direkt in den Tiefkühler.

Verwendung in der Küche

  • Der Klassiker: Butterbrot mit Schnittlauch und einer Prise Salz.
  • Dips: In Kräuterquark oder Remoulade unverzichtbar.
  • Suppen: Als Topping auf Kartoffel- oder Kürbissuppe (erst am Tisch draufstreuen, nicht mitkochen, sonst verliert er Vitamine!).

Fun Facts

  1. Essbare Blüten: Wenn Schnittlauch blüht (lila Kugeln), werden die Halme oft hart. Aber wusstest du, dass du die Blüten essen kannst? Sie schmecken süßlich-scharf und sehen im Salat toll aus.
  2. Namen: In Österreich nennt man ihn oft "Schnittling", in der Schweiz gibt es die Verniedlichung "Schnittlauch".
  3. Durst: Schnittlauch ist eine "Saufnase" – er braucht als Topfpflanze deutlich mehr Wasser als mediterrane Kräuter wie Rosmarin.

Fazit

Schnittlauch ist der regional verfügbare Held des Alltags. Er hat geringe Kalorien, wirkt basisch und ist antioxidantienreich. Zwar ist er nicht smoothiegeeignet und meist ist nur eine geringe Menge nutzbar, aber dank seiner Eigenschaft, gut kombinierbar zu sein, wertet er fast jedes herzhafte Gericht auf. Nutze den Eiswürfelbereiter, um die Frische der Saison (März bis Oktober) für den Winter zu konservieren!



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