Die Heißluftfritteuse ist längst kein reiner Pommes-Automat mehr. Wer das Gerät nur dafür nutzt, verschenkt echtes Potenzial. Von knusprigem Hähnchen über frische Brötchen bis hin zu saftigem Schokoladenkuchen – der Airfryer kann überraschend viel. Und das alles mit deutlich weniger Fett als in der klassischen Fritteuse oder im Backofen.
Aufläufe, Pizzen & Co.
Wer eine passende Backform hat, kann auch Lasagne, Pizza oder Gratins in der Heißluftfritteuse zubereiten. Die Garzeiten sind oft kürzer als im Backofen – und das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Backen
Ja, richtig gelesen: Auch Kuchen, Muffins und Brötchen lassen sich im Airfryer backen. Kekse gelingen darin genauso gut wie zu Weihnachten im Ofen – manchmal sogar besser, weil die Hitze gleichmäßiger ist.
Desserts & Süßes
Bratäpfel, gebackene Bananen, Grießbrei, Rote Grütze, Milchreis – selbst Schokoladenkuchen mit flüssigem Kern gelingt problemlos. Wer das noch nicht ausprobiert hat, verpasst wirklich etwas.
Aufwärmen
Für Reste vom Vortag ist die Heißluftfritteuse dem Mikrowellenofen klar überlegen. Pizza, Brötchen, Aufläufe – alles wird wieder knusprig statt labberig.
5 Airfryer-Rezepte zum Ausprobieren
2. Überbackene Schinken-Lauch-Crostinis
Zubereitung:
Alle Zutaten außer dem Baguette zu einer glatten Masse verrühren. Das Baguette in etwa 1,5 cm dicke Scheiben schneiden und mit der Masse bestreichen.
Den Garkorb mit Backpapier auslegen und die Scheiben bei 200 °C ca. 6 Minuten überbacken. Bei einem zweiten Durchgang reichen 4–5 Minuten, da der Airfryer bereits aufgeheizt ist.
3. Klassische Lasagne
Klingt aufwendig, funktioniert aber erstaunlich gut im Airfryer.
Zutaten:
- 500 ml Bolognesesoße
- ca. 400 ml Béchamelsoße
- 8–10 Lasagneplatten
- 150 g geriebener Emmentaler
- 2–3 Scheiben gekochter Schinken (in Stücke zerrupft)
Zubereitung:
Den Boden einer kleinen, quadratischen Backform dünn mit Béchamel bestreichen. Zwei Lasagneplatten leicht überlappend darauflegen – Ecken einfach passend abbrechen. Darauf eine Schicht Bolognese, etwas Schinken, dann wieder Béchamel. Diesen Aufbau wiederholen, bis vier Nudelschichten entstanden sind. Mit Béchamel abschließen und Emmentaler gleichmäßig darüber verteilen.
Bei 140 °C 30 Minuten garen, danach bei 160 °C weitere 10 Minuten fertigbacken.
4. Frische Baguette-Brötchen

Selbst gebackene Brötchen aus dem Airfryer – weich innen, goldbraun außen.
Zutaten (4 Brötchen):
- 250 g Weizenmehl Type 550
- 9 g Brötchenbackmittel
- 3 g Trockenhefe
- 165 ml lauwarmes Wasser (ca. 25 °C)
- 8 g Brotgewürz oder getrocknete Kräuter nach Wahl
Zubereitung:
Alle trockenen Zutaten mischen, das Wasser dazugeben und zu einem glatten, elastischen Teig kneten. 30 Minuten abgedeckt gehen lassen. Anschließend in 4 längliche Brötchen formen und weitere 60 Minuten ruhen lassen.
Backpapier in den Garkorb legen, zwei Brötchen mit Abstand hineinsetzen – möglichst wenig drücken, damit die Luft im Teig bleibt. Bei 190 °C ca. 15 Minuten backen. Falls die Oberfläche zu dunkel wird, mit Alufolie abdecken. Die zweiten zwei Brötchen backen – die Backzeit verkürzt sich etwas, weil der Airfryer bereits heiß ist.
5. Schokoladen-Haselnuss-Kuchen

Saftig, nussig, schokoladig – und gelingt zuverlässig.
Zutaten (1 Kuchen, Ø 20 cm):
- 100 g weiche Butter
- 150 g Zucker
- 1 TL Vanillezucker
- 2 Eier
- 3 EL echtes Kakaopulver
- 125 g Mehl
- 1 TL Backpulver
- 50 g gehackte Haselnusskerne
Zubereitung:
Butter schaumig rühren, Zucker, Vanillezucker und Eier unterrühren. Kakao, Mehl und Backpulver mischen und unterheben, zuletzt die Haselnüsse einrühren. Den Teig in eine gefettete 20-cm-Backform füllen und bei 170 °C 30 Minuten backen.
Lässt sich pur servieren oder als Kuchenboden verwenden – zum Beispiel mit Puddingcreme, Bananenscheiben und Haselnussglasur.
Fazit
Die Heißluftfritteuse ist vielseitiger als viele denken. Sie ersetzt nicht nur die klassische Fritteuse, sondern übernimmt in vielen Situationen auch die Rolle des Backofens – schneller, energiesparender und mit weniger Fett. Wer einmal selbst gemachte Pommes oder einen Schokoladenkuchen aus dem Airfryer probiert hat, versteht schnell, warum das Gerät in so vielen Küchen einen festen Platz gefunden hat.













