Sie sind klein, knackig und leuchten uns im Frühling als eines der ersten Gemüse aus dem Beet entgegen: Radieschen. Meist landen sie nur scheibchenweise auf dem Abendbrot oder im Salat. Dabei steckt in den kleinen Knollen so viel mehr! Sie sind der ideale Snack für zwischendurch, helfen beim Entgiften und können – man höre und staune – sogar warm zubereitet werden. Warum du die roten Kugeln öfter essen solltest, erfährst du hier.
Das solltest du wissen über Radieschen
Das Radieschen ist ein klassisches Frühlings- und Sommergemüse. Seine Saison startet im April und geht bis in den Oktober hinein. In dieser Zeit wachsen sie im Freiland und entwickeln ihr volles Aroma.
Botanisch gehören sie zur Familie der Kreuzblütler und sind eng mit Senf und Rettich verwandt – daher auch die typische Schärfe. Sie wachsen rasend schnell: Schon vier Wochen nach der Aussaat kann oft geerntet werden.
Nährstoffe & Wirkung

Radieschen sind der perfekte Snack für die Figur, denn sie sind extrem kalorienarm (nur ca. 14 kcal auf 100g!). Trotz ihrer geringen Größe sind sie ballaststoffreich und sorgen für eine gute Verdauung.
Besonders spannend für die Gesundheit: Radieschen wirken entwässernd und helfen dem Körper, überschüssiges Wasser loszuwerden. Sie sind zudem Vitamin-C-reich, was dein Immunsystem stärkt. Wer auf seinen Säure-Basen-Haushalt achtet, liegt hier genau richtig, denn die Knollen wirken basisch.
Geschmack & Konsistenz
Das Markenzeichen des Radieschens ist sein scharfer Geschmack. Dieser kommt von den enthaltenen Senfölen, die nicht nur auf der Zunge prickeln, sondern auch Bakterien im Magen-Darm-Trakt bekämpfen können. Die Konsistenz ist im Idealfall extrem knackig und saftig. Werden sie alt, werden sie innen pelzig und weich.
Zubereitung mit Küchengeräten
Radieschen sind vielseitiger als gedacht – aber Vorsicht beim Mixer!
- Slow Juicer / Entsafter: Überraschenderweise sind Radieschen gut zum Entsaften! Ein Schuss Radieschensaft in einem Apfel-Karotten-Saft gibt eine pikante Note und kurbelt den Stoffwechsel an. Aber nimm nicht zu viel, sonst wird es zu scharf.
- Standmixer: Hier gilt laut deiner Grafik: Radieschen sind nicht smoothiegeeignet. Der scharfe Geschmack harmoniert überhaupt nicht mit süßen Früchten oder Banane. Was aber im Standmixer genial funktioniert: Ein Pesto aus den Radieschenblättern! Diese sind essbar und sehr würzig.
- Heißluftfritteuse: Wenn dir rohe Radieschen zu scharf sind, ab in den Airfryer! Halbiert und mit etwas Öl und Kräutern geröstet, verlieren sie ihre Schärfe, werden mild-süßlich und butterweich – eine tolle Low-Carb-Beilage.
- Brotbackautomat: Ein herzhaftes Radieschen-Schnittlauch-Brot ist ein Traum. Gib fein gewürfelte Radieschen erst ganz zum Schluss (beim "Piepen" für Zutaten) in den Teig, damit sie nicht komplett zerkocht werden, sondern als saftige Farbtupfer erhalten bleiben.
- Eiswürfelbereiter: Da man das Radieschengrün oft wegwirft: Püriere die Blätter mit Olivenöl und friere sie im Eiswürfelbereiter ein. Diese "Grünen Würfel" sind perfekt, um später Suppen oder Saucen zu würzen.
Einkauf & Lagerung
Frische Radieschen erkennst du nicht an der Knolle, sondern am Grün! Die Blätter sollten saftig, grün und knackig sein. Sind sie welk oder gelb, sind auch die Radieschen meist schon alt und hohl ("pelzig").
Ein wichtiger Lager-Tipp: Schneide das Grün sofort nach dem Kauf ab (aber nicht wegwerfen, siehe oben!). Die Blätter entziehen der Knolle sonst Feuchtigkeit. Die "nackten" Radieschen halten sich in einer Schale mit etwas Wasser oder in ein feuchtes Tuch gewickelt mehrere Tage knackig im Kühlschrank.
Verwendung in der Küche
- Roh: Als Snack mit Kräuterquark oder klassisch in Scheiben auf dem Butterbrot.
- Salat: Verleiht jedem grünen Salat Biss und Schärfe.
- Fermentiert: Eingelegt in Essig und Zucker oder milchsauer vergoren (ähnlich wie Kimchi) sind sie eine Delikatesse.
Fun Facts
- Schärfe-Trick: Die Schärfe sitzt vor allem in der Schale. Wenn du sie schälst (was schade um die Farbe wäre) oder salzt, werden sie milder.
- Riesen-Verwandte: In Japan gibt es Rettich-Sorten (Daikon), die bis zu 30 kg schwer werden können – unsere kleinen Radieschen sind dagegen Zwerge.
- Blatt-Salat: Die jungen Blätter der Radieschen schmecken wie Rucola und können wunderbar roh im Salat gegessen werden.
Fazit
Das Radieschen ist der perfekte Frühlings-Snack: kalorienarm, basisch und Vitamin-C-reich. Seine Eigenschaft, entwässernd zu wirken, macht es zum idealen Detox-Partner. Zwar hat es einen scharfen Geschmack und ist deshalb nicht smoothiegeeignet, aber dafür ist es überraschend gut zum Entsaften oder als milde Beilage aus der Heißluftfritteuse.

























