Von der Rebe ins Glas: So machst du köstlichen Weintraubensaft selbst
Weintrauben entsaften ist eine einfache Möglichkeit, die süße, fruchtige Vielfalt der Trauben zu genießen. Ob du deine eigenen Weintrauben im Garten erntest oder frische Früchte auf dem Markt kaufst – mit der passenden Methode kannst du daraus aromatischen, selbstgemachten Weintraubensaft zubereiten.
Je nach Traubenmenge, gewünschter Konsistenz und vorhandener Küchenausstattung kommen unterschiedliche Methoden infrage. Du kannst Weintrauben mit einem Slow Juicer, einem Zentrifugalentsafter, einer Weinpresse oder einem Dampfentsafter verarbeiten. Auch ohne spezielles Entsaftungsgerät lässt sich Traubensaft herstellen.
In diesem Artikel erfährst du, welche Trauben sich eignen, wie die verschiedenen Entsaftungsmethoden funktionieren und worauf du bei der Aufbewahrung achten solltest.
Schritt 1: Die richtigen Weintrauben auswählen
Welche Trauben eignen sich für Traubensaft?
Keltertrauben: Diese Trauben werden traditionell zur Herstellung von Wein und anderen Traubenprodukten verwendet. Je nach Sorte können sie einen besonders intensiven Geschmack und ein ausgewogenes Verhältnis von Süße und Säure mitbringen.
Helle und dunkle Trauben: Helle Trauben ergeben meist einen hellen, fruchtigen Saft. Dunkle Sorten können dem Saft eine kräftigere Farbe und ein intensiveres Aroma verleihen. Das genaue Ergebnis hängt von der verwendeten Sorte und der Verarbeitung ab.
Achte darauf, möglichst frische, unverdorbene Trauben zu verwenden. Wasche sie gründlich unter fließendem Wasser und entferne beschädigte oder verschimmelte Beeren.
Was kannst du mit selbstgemachtem Traubensaft machen?
Traubensaft schmeckt pur oder als Schorle mit Wasser. Du kannst ihn außerdem mit anderen Fruchtsäften kombinieren, beispielsweise mit Apfel-, Zitronen- oder Limettensaft.
Weitere Möglichkeiten sind:
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Fruchtige Mischgetränke und Smoothies
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Traubensirup als Zutat für Desserts und Getränke
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Fruchtige Saucen und Marinaden
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Die Weiterverarbeitung zu anderen Produkten mit geeigneten Rezepten
Für die Herstellung von Wein ist ein kontrollierter Gärungsprozess erforderlich. Traubensaft wird nicht allein durch das Entsaften zu Wein.
Schritt 2: Weintrauben entsaften – welche Methoden gibt es?
Weintrauben entsaften mit dem Slow Juicer
Ein Slow Juicer verarbeitet Weintrauben mithilfe einer Pressschnecke. Dabei wird der Saft aus den Früchten herausgepresst und in einem Behälter aufgefangen, während die festen Bestandteile in einem separaten Tresterbehälter gesammelt werden.
Diese Methode eignet sich besonders, wenn du regelmäßig frische Säfte aus unterschiedlichen Obst- und Gemüsesorten zubereiten möchtest.
So funktioniert es:
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Wasche die Weintrauben gründlich und entferne beschädigte Beeren.
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Löse die Beeren von den Rispen, sofern dein Gerät dies nicht anders vorsieht.
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Bereite den Slow Juicer gemäß der Bedienungsanleitung vor.
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Gib die Trauben nach und nach in die Einfüllöffnung. Verwende bei Bedarf den vorgesehenen Stopfer und beachte die Hinweise des Herstellers.
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Fange den Saft auf und genieße ihn möglichst frisch.
Je nach Traubensorte, Reifegrad und Gerät kann die Saftausbeute variieren. Reinige den Entsafter nach der Verwendung gründlich, damit Fruchtfleisch und Rückstände nicht antrocknen.
Weintrauben entsaften mit einem Zentrifugalentsafter
Ein Zentrifugalentsafter zerkleinert die Früchte und trennt den Saft mithilfe einer schnell rotierenden Siebtrommel von den festen Bestandteilen.
Der Vorteil: Die Verarbeitung erfolgt meist sehr schnell. Das kann praktisch sein, wenn du größere Mengen Trauben in kurzer Zeit entsaften möchtest.
So funktioniert es:
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Wasche die Trauben und entferne beschädigte Beeren.
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Bereite den Zentrifugalentsafter gemäß der Bedienungsanleitung vor.
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Gib die Trauben nach und nach in das Gerät.
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Fange den Saft in einem geeigneten Behälter auf.
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Genieße den Saft möglichst bald oder stelle ihn zeitnah in einem sauberen, verschlossenen Behälter in den Kühlschrank.
Durch den Kontakt mit Sauerstoff kann sich frisch gepresster Saft mit der Zeit geschmacklich und farblich verändern. Deshalb empfiehlt es sich, frisch zubereiteten Traubensaft zeitnah zu trinken.
Weintrauben entsaften mit einer Weinpresse
So gehst du vor:
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Sortiere die Trauben und entferne beschädigte Beeren.
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Bereite die Presse nach Herstellerangaben vor.
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Gib die Trauben in die vorgesehene Presskammer.
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Presse die Früchte entsprechend der Anleitung und fange den austretenden Saft in einem sauberen Behälter auf.
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Filtere den Saft bei Bedarf, wenn du weniger Fruchtbestandteile im Getränk haben möchtest.
Welche Vorbereitung notwendig ist, hängt von der Art der Presse ab. Beachte die Gebrauchsanweisung und verwende nur Geräte, die für die Verarbeitung von Trauben vorgesehen sind.
Weintrauben entsaften mit dem Dampfentsafter
Ein Dampfentsafter eignet sich besonders für größere Traubenmengen und die Herstellung von Saft auf Vorrat. Das Gerät nutzt Wasserdampf, um die Früchte zu erhitzen und den Saft aus den Trauben zu lösen.
Ein typischer Dampfentsafter besteht aus einem Wasserbehälter im unteren Bereich, einem Fruchtkorb und einem Auffangbehälter für den Saft. Die genaue Konstruktion kann je nach Modell variieren.
So funktioniert es:
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Wasche die Weintrauben gründlich und entferne beschädigte Beeren.
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Fülle Wasser in den dafür vorgesehenen Behälter und gib die Trauben in den Fruchtkorb.
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Setze das Gerät gemäß der Bedienungsanleitung zusammen.
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Erhitze das Wasser und lasse den Dampfentsafter entsprechend den Herstellerangaben arbeiten.
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Fange den austretenden Saft über den vorgesehenen Schlauch auf.
Da die Trauben bei dieser Methode erhitzt werden, unterscheidet sich der Geschmack von dem eines kalt gepressten Safts. Die Erwärmung kann die Haltbarkeit beeinflussen, macht den Saft aber nicht automatisch für eine längere Lagerung bei Raumtemperatur sicher. Wenn du Saft auf Vorrat herstellen möchtest, ist ein geeignetes Verfahren zur Haltbarmachung wichtig.
Weintrauben entsaften ohne Entsafter
Du hast keinen Entsafter zu Hause? Dann kannst du Weintraubensaft auch im Kochtopf herstellen. Dafür werden die Trauben mit etwas Wasser erhitzt und anschließend durch ein Sieb gefiltert.
So geht's:
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Wasche die Trauben gründlich und löse die Beeren von den Rispen.
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Gib die Trauben mit etwas Wasser in einen großen Topf.
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Erhitze die Früchte bei mittlerer Hitze, bis sie aufplatzen und weich werden. Rühre zwischendurch vorsichtig um.
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Zerdrücke die weichen Trauben bei Bedarf mit einem geeigneten Küchenwerkzeug.
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Gieße die Masse durch ein feines Sieb oder ein sauberes Passiertuch in einen zweiten Topf.
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Lasse den Saft gut abtropfen. Wenn du eine klarere Konsistenz möchtest, kannst du ihn nochmals filtern.
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Schmecke den Saft ab und genieße ihn frisch oder bewahre ihn zeitnah gekühlt auf.
Beim Erhitzen verändert sich das Aroma im Vergleich zu frisch gepresstem Traubensaft. Wie intensiv und süß der Saft schmeckt, hängt von den Trauben und der verwendeten Wassermenge ab.
Warum schmeckt Weintraubensaft so süß und fruchtig?
Weintrauben enthalten von Natur aus Zucker, Fruchtsäuren und verschiedene Aromastoffe. Das Zusammenspiel dieser Bestandteile prägt den typischen Geschmack des Safts.
Je nach Sorte und Reifegrad kann Weintraubensaft mild, süß, säuerlich oder besonders aromatisch schmecken. Deshalb lohnt es sich, unterschiedliche Traubensorten auszuprobieren.
Traubensaft enthält außerdem pflanzliche Inhaltsstoffe, darunter Polyphenole. Ihre Menge und Zusammensetzung hängen unter anderem von der Traubensorte und der Verarbeitung ab. Wie bei anderen Fruchtsäften gilt: Traubensaft kann Teil einer abwechslungsreichen Ernährung sein, sollte aufgrund seines natürlichen Zuckergehalts aber in passenden Mengen genossen werden.
Weintraubensaft haltbar machen: So bewahrst du ihn richtig auf
Frisch gepresster oder selbst gekochter Weintraubensaft ist nur begrenzt haltbar. Wenn du ihn nicht direkt trinken möchtest, solltest du ihn rasch abkühlen lassen und in einem sauberen, verschlossenen Behälter im Kühlschrank aufbewahren. Für selbstgemachten Saft lässt sich ohne Angaben zum Herstellungsverfahren keine allgemeingültige Haltbarkeit garantieren.
Tipps für die Aufbewahrung
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Sauber arbeiten: Reinige alle Geräte, Siebe, Behälter und Flaschen gründlich.
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Zeitnah kühlen: Stelle frisch zubereiteten Saft möglichst bald in den Kühlschrank.
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Kleine Mengen herstellen: So kannst du den Saft frisch genießen, ohne größere Mengen lange aufbewahren zu müssen.
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Einfrieren: Wenn du den Saft länger aufbewahren möchtest, kannst du ihn in geeigneten Gefrierbehältern portionsweise einfrieren. Lasse ausreichend Platz für die Ausdehnung der Flüssigkeit.
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Für Vorräte fachgerecht haltbar machen: Verwende ein verlässliches Verfahren, das für Traubensaft geeignet ist, und halte dich an dessen Vorgaben zu Erhitzung, Abfüllung, Behältern und Lagerung.
Eine bestimmte Temperatur oder das bloße Abfüllen in saubere Flaschen garantiert nicht automatisch eine sichere Haltbarkeit über mehrere Monate. Wenn du Saft bei Raumtemperatur lagern möchtest, solltest du deshalb eine geprüfte Anleitung zur Haltbarmachung verwenden.
Fazit: Weintrauben entsaften und den Geschmack selbst bestimmen
Weintrauben zu entsaften ist eine vielseitige Möglichkeit, die natürliche Süße und das Aroma frischer Trauben zu genießen. Ob du einen Slow Juicer, einen Zentrifugalentsafter, eine Weinpresse oder einen Dampfentsafter verwendest – die passende Methode hängt von der Traubenmenge, deiner Ausstattung und deinen Vorlieben ab.
Auch ohne Entsafter kannst du im Kochtopf aromatischen Traubensaft herstellen. Probiere unterschiedliche Traubensorten aus, kombiniere den Saft mit anderen Früchten und achte bei der Aufbewahrung auf saubere Behälter und eine geeignete Kühlung.
So kannst du deinen selbstgemachten Weintraubensaft frisch genießen und immer wieder neue Geschmackskombinationen entdecken.













