Vertikaler oder horizontaler Slow Juicer – welcher ist der richtige für Dich? Beide Bauweisen arbeiten mit einer langsam drehenden Pressschnecke und eignen sich für die Zubereitung frisch gepresster Obst- und Gemüsesäfte. Trotzdem gibt es einige wichtige Unterschiede.
Wenn Du einen Slow Juicer kaufen möchtest, solltest Du deshalb nicht nur auf Preis und Leistung achten. Entscheidend ist vor allem, welche Zutaten Du am häufigsten entsaften möchtest, wie viel Platz Du in der Küche hast und welche Funktionen Dir wichtig sind.
In diesem Vergleich zeigen wir Dir die wichtigsten Unterschiede zwischen vertikalen und horizontalen Slow Juicern.
Vertikaler oder horizontaler Slow Juicer – welcher ist besser?
Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Beide Bauweisen haben ihre eigenen Vorteile und eignen sich für unterschiedliche Anforderungen.
Die wichtigste Frage lautet daher:
Was möchtest Du hauptsächlich entsaften?
Wenn Du vor allem Obst und klassisches Gemüse für Mischsäfte verarbeiten möchtest, kann ein vertikaler Slow Juicer besonders praktisch sein. Wenn Du dagegen häufig faseriges Blattgemüse, Kräuter oder Weizengras entsaften möchtest, kann ein horizontaler Slow Juicer die bessere Wahl sein.
Auch Faktoren wie Platzbedarf, Einfüllöffnung, Reinigung und zusätzliche Funktionen spielen bei der Entscheidung eine Rolle.
Der wichtigste Unterschied: die Bauweise der Pressschnecke
Horizontaler Slow Juicer: Besonders interessant für faseriges Pressgut
Ein horizontaler Slow Juicer kann seine Stärken besonders bei faserigen Zutaten ausspielen.
Dazu gehören beispielsweise:
- Sellerie
- Weizengras
- Kräuter
- Blattgemüse
- Grünkohl
- Mangold
- Salat
- andere faserreiche Zutaten
Wie funktioniert ein horizontaler Slow Juicer?
Das Pressgut wird über die Einfüllöffnung in den Pressraum gegeben und von der waagerecht angeordneten Pressschnecke verarbeitet.
Je nach Modell kann dabei die Verwendung eines Stößels erforderlich sein. Der Saft wird anschließend vom Trester getrennt und in einem Auffangbehälter gesammelt.
Durch die horizontale Bauweise sind diese Geräte meist etwas breiter und benötigen entsprechend mehr Stellfläche.
Vertikaler Slow Juicer: Komfortabel für Obst- und Gemüsesäfte
Typische Kombinationen sind beispielsweise:
- Apfel & Karotte
- Orange & Karotte
- Apfel & Sellerie
- Gurke & Apfel
- Karotte & Ingwer
Auch bei vertikalen Modellen solltest Du allerdings immer die Herstellerangaben zum jeweiligen Pressgut beachten.
Vertikaler vs. horizontaler Slow Juicer im direkten Vergleich
|
Eigenschaft |
Vertikaler Slow Juicer |
Horizontaler Slow Juicer |
|
Bauweise |
Pressschnecke steht vertikal |
Pressschnecke liegt horizontal |
|
Bedienung |
Häufig besonders komfortabel |
Teilweise mehr Nachdrücken nötig |
|
Obst & weicheres Gemüse |
Sehr gut geeignet |
Sehr gut geeignet |
|
Faseriges Gemüse |
Je nach Modell geeignet |
Häufig besonders gut geeignet |
|
Blattgrün & Kräuter |
Je nach Modell |
Besonders interessant |
|
Weizengras |
Modellabhängig |
Häufig gut geeignet |
|
Platzbedarf |
Meist kompakter |
Meist breiter |
|
Reinigung |
Je nach Modell etwas einfacher |
Je nach Modell etwas aufwändiger |
|
Weitere Funktionen |
Modellabhängig |
Modellabhängig |
Wichtig: Diese Unterschiede sind allgemeine Orientierungspunkte. Konstruktion, Pressschnecke, Siebe, Filter und Zubehör können sich von Modell zu Modell deutlich unterscheiden.
Die Reinigung: Welcher Slow Juicer ist einfacher?
Ein Slow Juicer besteht aus mehreren Einzelteilen und benötigt deshalb grundsätzlich etwas mehr Reinigungsaufwand als ein einfacher Mixbehälter.
Wie schnell die Reinigung funktioniert, hängt jedoch stark vom jeweiligen Modell ab.
Bei vielen vertikalen Geräten kann die Reinigung durch die kompaktere Bauweise etwas einfacher ausfallen. Horizontale Modelle können dagegen durch ihre längere Presskammer etwas mehr Zeit benötigen.
Tipp für eine einfachere Reinigung
Wenn Dein Modell dafür geeignet ist, kannst Du direkt nach dem Entsaften Wasser durch das Gerät laufen lassen. Bei Geräten mit Vorwärts- und Rücklauffunktion kann der Rücklauf außerdem helfen, festgesetztes Pressgut zu lösen.
Wichtig: Für die genaue Reinigung solltest Du immer die Bedienungsanleitung Deines Geräts beachten.
Motorleistung und Umdrehungen: Worauf kommt es wirklich an?
Bei einem Slow Juicer solltest Du Dich nicht ausschließlich von einer hohen Wattzahl beeindrucken lassen.
Die Wattzahl beschreibt vor allem die Motorleistung. Sie sagt allein jedoch nicht aus, wie gut ein Gerät entsaftet.
Auch die Drehzahl der Pressschnecke, die Konstruktion der Presskammer, die Pressschnecke und das verwendete Sieb bzw. der Filter beeinflussen die Arbeitsweise des Geräts.
Eine niedrige Drehzahl ist typisch für das Slow-Juicing-Prinzip. Trotzdem gilt nicht automatisch:
Je weniger Umdrehungen, desto besser der Saft.
Entscheidend ist das Zusammenspiel verschiedener Faktoren und vor allem die Qualität der gesamten Konstruktion.
Wie viele Umdrehungen sollte ein Slow Juicer haben?
Viele Slow Juicer arbeiten mit einer relativ niedrigen Drehzahl, häufig im Bereich von etwa 40 bis 100 Umdrehungen pro Minute.
Für Deine Kaufentscheidung solltest Du die Drehzahl aber nicht isoliert betrachten. Ein gutes Gerät sollte zu Deinem gewünschten Pressgut, Deinem Nutzungsverhalten und Deinen Ansprüchen an Bedienung und Reinigung passen.
Wenn Du regelmäßig faseriges Gemüse entsaften möchtest, sind beispielsweise die Konstruktion der Pressschnecke und das verwendete Sieb bzw. der Filter besonders interessant.
Was solltest Du beim Kauf eines Slow Juicers beachten?
Bevor Du Dich für ein Modell entscheidest, solltest Du Dir einige Fragen stellen:
1. Was möchtest Du hauptsächlich entsaften?
Obst, Karotten und weicheres Gemüse? Oder hauptsächlich Sellerie, Blattgrün und Kräuter?
2. Wie viel Platz hast Du in der Küche?
Vertikale Modelle benötigen häufig weniger Stellfläche in der Breite. Horizontale Modelle sind dagegen meist länger bzw. breiter aufgebaut.
3. Wie wichtig ist Dir eine einfache Bedienung?
Wenn Du möglichst unkompliziert und regelmäßig Saft zubereiten möchtest, solltest Du auf eine komfortable Einfüllöffnung und eine einfache Handhabung achten.
4. Welche Siebe oder Filter sind enthalten?
Je nach Modell können unterschiedliche Siebe oder Filter zum Lieferumfang gehören. Diese können Einfluss auf die Konsistenz und die möglichen Zubereitungen haben.
5. Was möchtest Du außer Saft zubereiten?
Einige Slow Juicer bieten je nach Ausstattung weitere Möglichkeiten, beispielsweise die Zubereitung von Sorbet oder anderen Rezepten.
6. Wie einfach lässt sich das Gerät reinigen?
Achte auf leicht zerlegbare Einzelteile und darauf, wie unkompliziert sich Presskammer, Sieb bzw. Filter und weitere Komponenten reinigen lassen.
Fazit: Vertikal oder horizontal?
Der beste Slow Juicer ist der, der zu Deinen Gewohnheiten passt.
Ein vertikaler Slow Juicer kann besonders praktisch sein, wenn Du unkompliziert Obst- und Gemüsesäfte sowie Mischsäfte zubereiten möchtest und Wert auf eine kompakte Bauweise legst.
Ein horizontaler Slow Juicer kann interessant sein, wenn Du häufig faseriges Pressgut wie Sellerie, Blattgemüse, Kräuter oder Weizengras verarbeiten möchtest.
Am Ende solltest Du deshalb nicht einfach nach „vertikal“ oder „horizontal“ entscheiden, sondern Deine persönlichen Anforderungen vergleichen.
Kurz gesagt:
- Obst & klassische Mischsäfte: Vertikal kann besonders praktisch sein.
- Blattgrün & faseriges Pressgut: Horizontal kann Vorteile bieten.
- Wenig Stellfläche: Vertikale Modelle sind häufig kompakter.
- Einfache Reinigung: Stark vom jeweiligen Modell abhängig.
- Weitere Zubereitungen: Ausstattung und Zubehör vergleichen.
So findest Du leichter einen Slow Juicer, der wirklich zu Deinem Alltag passt.
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